Neu Stephani ist eines der ersten Quartiere, das auf der Überseeinsel entsteht – und vielleicht auch eines der vielfältigsten. Denn es wird nicht nur einen repräsentativen Standort für Unternehmenszentralen und Wohnen mit Weserblick darstellen. Auch Wohnungen für ältere Menschen und Studierende, eine Kindertagesstätte sowie Arztpraxen und anderen medizinische Angebote bereichern das Quartier zwischen der Straße Auf der Muggenburg und der Weser.

Verfolgt auf dieser Seite, wie das Quartier entsteht und lest alles über die Vergangenheit des Ortes und die Pläne für seine Zukunft.

Willkommen in Neu Stephani


Was passiert gerade in Neu Stephani?

Das Plangebiet ist abgesteckt, der Baugrund ist vorbereitet. Jetzt wird es kreativ: Derzeit entwickeln namhafte Architekt*innen aus unserer Region, Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und Dänemark in einem Architekturwettbewerb die genaue Ausgestaltung des so genannten Stephani-Bogens. Dabei handelt es sich um den 10.280 m2 großen und vom ehemaligen Gleisverlauf begrenzten westlichen Teil von Neu Stephani. Schon im Herbst 2020 werden wir die ersten Ergebnisse der Auslobung in den Händen halten und erfahren, wie es hier in Zukunft genau aussehen wird.


Wie wird es in Zukunft hier aussehen?

Wie in allen anderen entstehenden Quartieren auch, richtet sich die Gestaltung von Neu Stephani nach dem Rahmenplan der Überseeinsel. Gleichzeitig soll es als eigenes Quartier erkennbar sein und schon jetzt ist klar, dass sein unverwechselbarer Charakter durch seine Vielfalt geprägt wird:
Geförderter Wohnungsbau steht gleichberechtigt neben freifinanzierten Wohnungen, hauptsächlich für Studierende und Senior*innen. Materialien, Strukturen und Formen wechseln sich ab.  Dächer werden entweder für Solaranlagen oder für soziales Miteinander genutzt.  Menschen, die in den Firmenzentralen, Büros, Praxen, Behandlungszentren und Sporteinrichtungen an der nördlichen Begrenzungsstraße Auf der Muggenburg arbeiten, mischen sich mit den Menschen, die am Ufer der Weser wohnen. Der Wind weht meist aus West-Süd-West und im Sommer treffen sich alle auf den autofreien Straßen und Plätzen des Quartiers.


Und was war hier früher?

Die Bremischen Seehäfen dehnten sich nach dem Mittelalter langsam von der Schlachte aus bis an die Stepanikirchweide. Man könnte meinen, dass das Gebiet zwischen Europahafen und Weser schon immer allein für den Umschlag von Waren genutzt wurde. Doch  bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts fand man hier, wo nun das Quartier Neu Stephani entsteht, ein kleinteiligen Neben- und Miteinander von Wohn- und Arbeitsstätten: Eine Vielfalt, die wir im zukünftigen Neu Stephani wiederfinden werden.
Das historisch gewachsene Viertel musste in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dem Weserbahnhof weichen, dessen Bahnhofsgebäude 1860 eingeweiht wurde. Die an der Kaje entlang laufenden Schienen erlaubten den direkten Warenaustausch zwischen Schiffen und Güterzügen. Dieser ehemalige Gleisverlauf, der in Zukunft ein Fahrradweg sein wird, markiert die süd-westliche Begrenzung des zukünftigen Quartiers.
Im zweiten Weltkrieg wurde das Areal schwer beschädigt. Zwar nahm man nach Kriegsende die Umschlagsanlagen wieder in Betrieb, doch bereits 1960 siedelte sich hier die Firma Kellogg an. Wie die Frühstücksflocken nach Bremen kamen und Bremer Geschichte schrieben, lest ihr hier.